Es war einmal, mitten im Sommer 2009, und die Sonne schickte ihre Strahlen vom blauen Himmel herab. Da saß Franko Grande Klappe im Auftrag seiner booshaften Fee Michaela im Mare Tim an einem schönen Fensterplatz, beschaute sich und die Anführer der Lisbetaner und lauschte ihren Erzählungen über die Manufaktur eines germanischen Elektrowagens, an dem sie und andere Fleißfindileut in der Kutschhalterei des Ordens der Elektrotraktion arbeiten. Und über die vielen Fördertaler, die ihnen die königliche Versammlung für Mobilität gäbe, wenn, ja wenn sie denn Kies für wenigstens die Hälfte der Manufakturkosten ihres neuartigen Gefährts beisammen hätten.
Und weil Franko Grande Klappe so schön aussah und so prächtig über geliehenes Gut und Gold sang, über den großen Sack Kies, und die Fähigkeit von Michaela, seiner booshaften Fee aus dem Occident, einen Sack Kies zauberhaft vermehren zu können, was wiederum die Monetarier im Königreich seit ewigen Zeiten glücklich mache, dachten die guten Lisbetaner bei sich “oh, nun haben wir doch die Besten gefunden, die bei uns bleiben mit ihrem Kies”. Zufrieden informierten sie die Versammlung der königlichen Mobilitätsberater, dass sie ihr Glück gefunden hatten.
Bald darauf traten die gottlose Fee Michaela, die nicht leiden kann, jemand übertreffe sie an Intelligenz, und ihr übermütiger Gaukler Franko Grande Klappe, vor das königliche Mobilatorium, umschmeichelten listig und mit schönem Gesang und Gewand, und gaben vor, sie seien von prächtigem Stand. Von Stund’ an glaubten auch die königlichen Berater für germanische Mobilität dem schönen Schein, und machten den Lisbetanern Mut, die booshafte Fee mit ihrem Kies in ihren Kreis aufzunehmen, und weiter kraftvoll an ihrer Elektrokutsche zu arbeiten, und versprachen dafür viele Fördertaler aus der Schatztruhe zur Unterstützung der germanischen Elektrowagen-Manufaktur.
Für die booshafte Fee Michaela aber war es Zeit ans Werk zu gehen, waren doch die Lisbetaner und Fleißfindileut motiviert, weiter für Gottes Lohn und zufrieden an ihrem Elektrowagen zu laborieren, weil im guten Glauben, sie würde bis zum Märzen anno 2010 die versprochenen Säcke angefüllt mit Kies herbeischaffen, um dann vom Mobilatorium mit der gleichen Menge Kies belohnt zu werden. Da war das böse Weib zufrieden, denn sie wusste, was sie zu tun hatte.
Als es ganz dunkel geworden war, und die Lisbetaner, müde von der Arbeit, hungrig und durstig nach karg gedecktem Tisch, in ihre Kammern gingen und schliefen, rief die gottlose Fee Michaela ihre Bagage zu sich, den stummen Ritter und Statthalter Mignon von der Mancha und den listigen Sprecher Carlo Grande Klappe. Unter schwarzem Tuch verborgen, zündete sie im Geheimzimmer ihrer Bleibe ein blaues Lichtlein an, und schürte ihre Hexenkunst. Nach und nach orakelte das böse Weib ihrer Bagage, welche List sie sich ausgedacht hatte, die Monetarier zu umschmeicheln, ihr doch richtig Kies zu geben, um damit Gutes zu tun, vor allem bei der Elektrowagen-Manufaktur der Lisbetaner, was schließlich den eingesetzten Kies der Monetarier wunderbar vermehre, und was keiner besser herbeischaffen könne, als sie selbst mit ihrer Kunst, und Ihre Bagage nickte stumm.
Noch in dieser Nacht eilte sie zu den Clanführern von Nova Banka Kumpel und Goldfinanz Capilot, betörte sie mit schönem Gesang und Gewand, räsonierte über ihre Exkursionen und Expertise zur Aufhäufung von Kies, und sprach: “zugegriffen liebe Gesellen, gerne fülle ich auch euere Sammelstellen mit dem Kies meiner Monetarier-Clientel, doch diese Leistung hat ihren Preis: von allem Gut und Gold, das ich bringe, geht ein Zehnt in meine Scheune”. Daraufhin zogen sich die Clanführer zur Beratung zurück und taten, wie von der booshaften Fee Michaela vorgeschlagen.
Nicht lange darauf, am frühen Morgen, kamen die Lisbetaner aus ihren Kammern. Die gottlose Fee ging zu ihnen, um zu erzählen, was sie mit ihrem Ansehen alles tun kann, damit genügend Kies für die Manufaktur des Elektrowagens aufgehäuft werde. Doch das böse Weib verstand es mit ihren Hexenkünsten wiederum prächtig, mit betörenden Worten zu erklären, dass Kies für die Arbeit der Lisbetaner erst dann zum Lohne werde, wenn die Zuteilung der Fördertaler für den Elektrowagen vom Mobilatorium im Märzen anno 2010 besiegelt sei. So hatte sie auch keine Mühe, zu versprechen, dass sie zu diesem Termin den Lisbetanern nicht nur die besagten 5 Sack Kies liefern werde, ein jeder aufgefüllt mit einer Million Goldstücke, sondern derer hundert, damit die Kutschhalterei des Ordens eine Manufaktur errichte, um massenhaft Elektrowagen für ganz Germanien zu bauen. Die Lisbetaner dachten: “dann haben wir ja genug für unser Lebtag” und gingen weiter ihrer Arbeit nach, fleißig und unverdrossen, wenn auch noch immer ohne Lohn und Anerkennung.
Die booshafte Fee Michaela aber ging ans Werk, auszuführen, was sie in der Geisterstunde ihrer Bagage orakelt hatte. Gottlos, engstirnig und verschlagen wie eine alte Krämerseele, und ausgestattet mit der Hexenkunst der Verstellung, nahm sie wiederum die Gestalt eines wunderschönen Weibes an und ging übers Land. In dieser Verkleidung klopfte sie bei den Monetariern des Landes an, erfreute sie mit schönem Gesang und rief “soll sich vermehren euer Kies, gebt ihn mir – ich kann’s gewiss”. Das gefiel der Kundschaft so gut, dass sie sich betören lies. Selbst Fleißfindileut gaben ohne Besinnung von ihrem Ersparten, das sie forderte.
Überlaut lachte Franko Grande Klappe, als er die Säcke von Kies sah, die Michaela, die booshafte, in ihrer Zehntscheune anhäufte, als Ergebnis ihrer List und ihres Betrugs an den Lisbetanern und Fleißfindileut, die noch immer von ihrem schönen Schein geblendet waren. Denn wann immer die Lisbetaner das gottlose Weib, oder Mignon von der Mancha, oder Franko Grande Klappe wegen Arbeit und Lohn oder Sorgfaltspflichten und Verantwortung zur Rede stellten, sprachen diese kein wahres Wort, schwiegen oder wichen aus, versteckten sich in Lügengeschichten, suchten ihre Verteidigung im Angriff oder in immer neuen Märchen von reichlich Kies, der alsbald für alle fließe.
Schließlich war es Mignon von der Mancha, der den ehrbaren Lisbetanern zeigte, an wen sie bei der booshaften Fee Michaela und ihrem Gesindel geraten waren. Denn es war der Tag im Märzen anno 2010 gekommen, dass er, als Statthalter der gottlosen Fee und ihr Schreiberling, dem Mobilatorium schriftlich und auf Heller und Pfennig präsentrieren sollte, dass die Arbeiten der Lisbetaner an ihrem Elektrowagen belohnt werden können – mit dem von der Germanischen Initiative für Elektromobilität reservierten Haufen Kies, fünf Säcke an der Zahl, ein jeder angefüllt mit einer Million Fördertaler.
Bei seiner Präsentation im Kreis der Lisbetaner trug es sich zu, dass Mignon von der Mancha nicht nur die Sprache, und sein Gesicht die Farbe verlor, sondern er mit bösem Blick und gewaltigen Sprüngen davonlief. Die Lisbetaner lachten und meinten, er triebe seinen Spaß mit ihnen. Als aber zugleich der Gesandte des Mobilatoriums eintraf und mitteilte, dass trotz zahlreicher königlicher Depeschen Mignon von der Mancha keine Dokumente vorgelegt habe, die mit Brief und Siegel von 5 Säcken Kies berichten, die die booshafte Fee für die Manufaktur des Elektrowagens angehäuft habe, da verfluchten die Lisbetaner das böse Weib, und es schnürte ihnen der Atem. “Alle Chancen geraubt”, dachten sie bei sich, und wurden vom Gesandten getröstet, nachdem er seine 5 Säcke Fördertaler, welche ihnen für ihre Arbeit und Mühe versprochen waren, zurück in die königliche Truhe legte und sie verschloss.
Als sie wieder bei Besinnung waren, verfluchten die Lisbetaner die gottlose und booshafte Fee Michaela, ihren listigen Agitator Franco Grande Klappe und ihren blutleeren Diener Mignon von der Mancha und gelobten Rache. So zogen sie zur Schmiede ihrer Kutschhalterei, um ihr heiliges Schwert Exkalibumbum zu schärfen, und zu beraten, was mit dem bösen Weib und ihrem Gesindel zu tun sei.
Fortsetzung folgt ….